Mission: Sub-Zero

Seit neuestem ist mal wieder die Kleidergröße Sub-Zero voll in Mode.

Liebe Stars:

Habt ihr bei allem, was ihr tut, bei allem, was ihr verdient, nur noch lange Weile oder seid ihr so unkreativ, dass es nur noch dazu reicht, mit so einer Aktion ins Gespräch zu kommen?

Ihr nennt euch selber Elite und gesellschaftliches Vorbild, millionen von Jugendlichen auf der ganzen Welt versuchen so zu sein wie ihr. Und das Einzige, was euch einfällt, ist, die kultivierte Magersucht als Modeerscheinung vor zu leben?

zugegeben, die Öffentlichkeit ist kein Streichelzoo, …

… und in einer Welt, in der Botox wie Hautcreme und Koks wie Schnupfenspray betrachtet wird, mag es ja zur Normalität gehören. Und man kann auch mit gutem Gewissen sagen, es sei absolut euer Problem, ihr seid erwachsen und könnt mit eurem Körper tun, was auch immer ihr wollt. Und da das Leben bekannterweise ohne Bedienungsanleitung einher kommt, darf man auch Fehler dabei machen. Aber gerade von Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, sollte man irgendwo mehr Sensibilität im Umgang mit seinen privaten Problemen und Komplexen verlangen können.

You are not alone …

Einen großen Teil der Mitschuld trifft jedoch auch die Sensationsaffine Klatschpresse, die auf der einen Seite sich über das Verhalten brüskiert, sich sogar darüber lustig macht, um kurze Zeit später dann selber ähnliche Bilder als perfekten Auftritt veröffentlichen. Und wer seinen Namen in der Presse sein will, hat diesen Trends folgen, oder wird halt nicht abgebildet. Und da man ja nur Promi ist, solange über einen berichtet wird, hat die Klatschpresse eine ungewöhnlich hohe Macht über das, was ein Idealbild derzeitig zu sein hat.

Und was bleibt?

Tausende von Jugendlichen werden dank diesem gedankenlosen Mist, den alle da mal wieder im Nahmen der PR, der Verkaufszahlen und Geltungssucht verzapft haben, nicht richtig essen, und sich teilweise stattdessen von Toilettenpapier und Watte ernähren, nur um zu sein wie der Star auf dem roten Teppich:

Magersüchtig, mittelfristig auch krank und depressiv

Der Witz dabei ist, Stars oder Promis haben in der Regel den notwendigen finanziellen Hintergrund, um sich still und heimlich einen Privatkoch zu engagieren und zusammen mit dem persönichen Fittness-Trainer sowie fest angestellten Ernährungsberatern das Problem wieder unter Kontrolle zu bekommen, sobald die Mode out ist.

Normalverdienende Eltern haben diesen Luxus nicht, und sobald es einmal nur durchrutscht und versäumt wurde sich rechtzeitig an einen Profi zu wenden, werden die Jugendlichen, die dem nacheifern, am Ende die Verlierer sein; magersüchtig, depressiv und immer in Gefahr laufen, wieder in diese destruktive Schiene zu rutschen.

Es bleibt nur die Hoffnung, dass dieser Trend mit der Magersucht sich nicht wirklich durchsetzen wird und möglichst schnell dahin verschwindet, wo er hingehört:

In die Versenkung, wo er hoffentlich nie wieder gefunden wird.


Vor allen aber auch mal darüber nachdenken:

Muss man als Promi oder Star in seiner Vorbildfunktion jeden Bodykult mitmachen, und muss eine Klatschzeitung wirklich zu jeden Mist dieser Art, ins besondere dann, wenn es verantwortungslos ist, wirklich unqualifizierten Senf dazu geben?

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