Interview mit einem Zombie

Hier ist es:

das wohl einzige Exklusivinterview mit einem Zombie, zu dem wir unseren Voluntär Peter Ungenau schickten:

AB: Hallo Herr … ähm …?
Zo: ZZZOARRRGH
AB: Herr Zorgh. Sie sind also hauptberuflich Zombie?
ZO: UUURRRR.
AB: Das ist ja eine interessante Berufswahl. Wie sind Sie darauf gekommen?
ZO: ARRRBREII
AB: Sie haben also eine Arbeit gesucht?
ZO: URRRR.
AB: Naja, Zombie will man ja bestimmt nicht “einfach mal werden”, was hat Sie zu diesem Beruf gebracht
ZO: UUUNTRRRFGANG WEEEERRRRlllt…
AB: Also war es der Weltuntergang, die große Zombieapokalypse. Stimmt natürlich, da herrschrte gerade am Anfang ein sehr großer Personalbedarf, bis die normale Weltordnung endlich zusammenbrach und die letzte Verteidigungslinie überwunden war.
ZO: UrRRR.
AB: Würden Sie es denn jetzt noch jemanden empfehlen, diesen Beruf zu wählen?
ZO: Urrurururururururrr…
AB: Also nicht. Nun kann ich auch gut verstehen, inzwischen ist es statistisch doch eine sehr hart umkämpfte Marktlücke.
ZO: Urrr. prooooormiestatussss weeergl…
AB: Das kann ich mir gut vorstellen, als es nur einige wenige kommerzielle Zombies gab, hat man schon alleine durch die Art des Berufs viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Besonders Frauen haben da sehr hysterisch reagiert, wenn so ein VAMP oder VIP mal auftauchte. Das ist jedoch jetzt ein Jahr her und Inzwischen stehen Zombies ja doch an jeder Ecke faul herum, wenn man das so sagen kann.
ZO: ARR!
AB: Ich entschuldige mich für das Wortspiel, es bot sich nur gerade an.
ZO: urr.
AB: Danke schön. Andere Frage:
Wie sieht denn inzwischen die Ausbildungslage aus. Ich meine, früher war das ja so, dass man ausschließlich in zertifizierten Geheimlaboren exklusive Verträge gekriegt hat. Hat sich da etwas geändert in den Auflagen. Einfacher ausgedrückt:

Sind die Hürden für diesen Beruf gesunken?

ZO: lll… llla … llllaicht.
AB: Ist also Áusbildungslage leichter geworden und inzwischen kann man das doch ziemlich einfach werden.
ZO: Llllaiddärrrr
AB: Und wie sieht das mit der Frauenquote aus? Political correctness, Sie verstehen schon … Diese Frage interessiert doch jeden Leser…
ZO: GÄRRRGH,…
AB: Das bedeutet, Sie sind insgesamt sehr gut aufgestellt, und erfüllen alle gesetzlichen Mindestanforderungen zur Frauenquote.
ZO: Urrr.
AB: Das ist doch erfreulich… wie sieht es denn mit dem Krankenstand nach dem Abschluss aus? Die Ausbildung soll sich teilweise ziemlich gesundheitsschädlich auf den Körper auswirken. Mir liegen bestätigte Berichte vor, dass es da so einige bislang totgeschwiegene Beschwerden geben soll.
ZO: Nnnnixxxxx…
AB: Also alles Gerüchte und üble Nachrede?
ZO: Uruuurrrrr. Nnnixgraaange… totsichr …
AB: Es wird sehr nachhaltig gearbeitet, und auf Probleme ein gegangen, bevor sie entstehen?
ZO: toot… sichr…
AB: Und das obwohl der Markt mittlerweile sehr überbevölkert ist. Respekt!
ZO: Daaaange… Essssssnjäääääz zsssaigen??
AB: Das kommt eigentlich später im Fragenkatalog, aber gerne, dann ziehen wir diese Fragen vor, und gehen zusammen mit Ihren Kollegen etwas essen, und Sie zeigen mir die kulinarischen Einflüsse, die Ihr Beruf als Zombie so mit sich bringt. Einverstanden?
ZO: urrr… lärrgerfrisschhflasch
AB: Habe ich das richtig verstanden, dass Sie und Ihre Kollegen wirklich frisch zubereitete Lebensmittel hier bekommen.
ZO: hrrhrhrhrr…
AB: Nein ehrlich, das ist eine logistiche Leistung, zumal wir ja wirklich weit draußen sind. Die Überlebenden essen teilweise die verdorbenen Reste ihrer Zivilisation und sind nur am Jammern. Was essen Sie denn so, ich meine, hier draußen im Einsatz?
ZO: frschflaisch… jagnnnn.
AB: Ich möchte ja jetzt nicht penetrant wirken, aber seit der Apokalypse gibt es hier eigentlich kein frisches Wild mehr, dass man noch jagen könnte. Oder irre ich mich?
ZO: Zaignnn fallääärr?
AB: Sie sind also ein Fallensteller, …
ZO: staignnnn schlaufff.e. daarrrrr….
AB: Ah … Also die Beute steht dann so wie ich jetzt hier in einer Schlaufe…? Und dann ?
ZO: zihän… bannnnt…
AB: Das ist raffiniert… die Beute klatscht dann so wie ich rückklings auf den Boden und hängt dann quasi ziemlich hilflos mit dem Kopf nach unten in der Luft. Und wenn sie pech hat und unglücklich aufgeschlagen ist, dreht sich noch alles. Aber mal ganz ehrlich, das klappt aber doch nur ziemlich selten, oder nicht? Sonst wäret ihr alle im Kreis hier nicht so ganz ausgemärgelte Gestalten.
ZO: Oooochhhhhh…
AB: Dann bedanke ich mich doch mal für diese Demonstration, ich schlage vor, wir machen nach dem Essen mit dem Interview weiter, ich übertrage den bisherigen Teil nur kurz an die Redaktion und dann könne wir in Ruhe uns dem Essem widmen. Ist das in Ordnung für Sie?

ZO; Nmmaaahlzeit…


Leider konnten wir unseren Voluntär, der sich in das Herz der Zombieapokalypse auf gemacht hat, nach dem Essen nicht nicht mehr erreichen. Wir hatten dabei noch so viele interessante Fragen, die unbeantwortet blieben. Aber bei dem bisher beschriebenen Berufsbild würde es uns nicht wundern, wenn unser Voluntär einen bestimmt noch offenen Arbeitsplatz als Zombie angenommen hat. …

Auf jeden Fall benötigen wir wohl einen neuen Voluntär für derartige Aufgaben.

Irgendwie verlieren wir häufiger Voluntäre bei unseren Feldeinsätzen.  Naja egal … wir gehen hier einfach mal davon aus, dass dieser hier jetzt motivationslos in dieser Gegend abhängt. Naja, der taucht bestimmt irgendwo und irgendwie wieder auf, wenn er Hunger hat..

Und bis es soweit ist:

Stay tuned 🙂

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